Entscheidung 2017 in Division 1

Nachdem im Anschluß an die Finalläufe der 1. Division Protest gegen ein Manöver im 2. Rennen eingelegt wurde, musste wieder einmal ein ‚Schiedsgericht‘ abgehalten werden, um die letztendliche Wertung zu bestimmen. Nach Aussagen von Augenzeugen hatte Siggi Pildner vom Nestlé-Team im Qualifying nur den 7. Platz erreicht, hatte aber im Rennen deutlich bessere Rundenzeiten und machte nach und nach Plätze gut. Die an Position 4 liegende Claudia Pawlowska von Airbus-2 versuchte er in der letzten Runde zu überholen, wobei es ein hartes Kampfmanöver gegeben hat. Claudia blieb allerdings an ihm dran und drehte ihn in der letzten Kurve vor Start und Ziel um, wobei sowohl er, als auch sie selbst von Thomas Weinhöbel und Dirk Vester überholt wurden.

Anschließend kam Claudia auf dem 6. Rang und Siggi (kochend) auf dem 7. Rang über die Ziellinie. Von außen betrachtet hatte es den Anschein, daß es sich um ein ‚Revanche-Foul‘ handelte und Claudia absichtlich Siggi umgedreht hat.Von Nestlé wurde umgehend Protest eingelegt. Nachdem Zeugen interviewt und die Situation eine Nacht überschlafen wurde, wurde lediglich eine kleine Strafe ausgesprochen, und zwar wurde Claudia als 7. noch gewertet, Siggi wurde direkt vor ihr als 6. gewertet.

Als besonderes Zeichen der Fairness betrachte ich die Hinweise insbesondere des Eurogate-Teams, die sich für Siggi und gegen Claudia aussprachen, obwohl dies für ihre eigene Wertung in der Division 1 einen Nachteil bedeutete. Sie unterliegen mit diesem einen zusätzlichen Punkt für Nestlé eben diesem Team im Kampf um den 2. Gesamt-Platz. Damit verdienen sie meinen ganz großen Respekt.

Den Gesamtsieg in der Division 1, und damit den Titel des Betriebssport-Meisters 2017, holte sich nach 2 Jahren das Team Airbus-1 mit Thomas Dreyer, Thomas Schmitz, Holger Sparsam und Rolf de Brabandt zurück, nachdem sie in den beiden Vorjahren jeweils das Nachsehen gegen das Team TeleAsse um Andreas Aßhoff hatten.

Mein Glückwunsch an die verdienten Sieger!

Ergebnisse auch in Spanien

Sorry, hat ein bisschen länger gedauert als gewöhnlich, einige haben es ja mitbekommen: ein Kartliga-Organisator muss ja auch mal Urlaub machen 😊
Aber heute habe ich die Ergebnisse vom letzten Donnerstag erfasst und auf der Sprintcup-Seite veröffentlicht. Vielen Dank nochmal an Karsten, dass er bei der Verzögerung am Donnerstag die beiden letzten Rennen auch noch geleitet und mir die Ergebnisbögen zugemailt hat. So konnte ich noch rechtzeitig nach Hause und ausreichend schlafen, um am nächsten morgen um 4:30 uhr aufzustehen und die Urlaubsreise anzutreten.
Heute musste ich dann erstmal den Strand ausnutzen und jetzt die Zahlen erfassen. Glückwunsch erstmal an Airbus-3, die ihrer Favoritenrolle gerecht geworden sind und die 2. Division vor Eurogate-2 gewonnen haben. Die Jungs und Mädels von Eurogate haben sich aber auch mittlerweile mehr als nur etabliert: die haben sich enorm gesteigert und verstärkt. Respekt!
Alle Details findet ihr wie gewohnt auf der Sprintcup-Seite.
Auch die Rennen am kommenden Donnerstag in der Division-1 wird Karsten leiten und ich werde ihn aus dem sonnigen Spanien unterstützen.
Bis dahin beste Grüße von Holger

Letzter Renntag 2017 in Lüneburg

Das hat aber mal wieder so richtig Spaß gemacht!

Am Donnerstag dieser Woche haben wir uns mit der Division 2 für diese Saison vom Hansa-Ring in Lüneburg verabschiedet. Die letzten beiden Rennen an dem Abend fanden bei Flutlicht statt, was allerdings dort nicht so wirklich hell ist.

Die beiden ersten Rennen konnten wir aber noch im Hellen absolvieren und hier hat mir insbesondere das erste Rennen wieder einmal einen Riesen-Spaß gemacht. Ich glaube, das konnten auch die Zuschauer sehen. An der Spitze bin ich mit Ralf Kühnert von Airbus und Andreas Wulf von Holborn in einen Dreikampf verwickelt gewesen, der das ganze Rennen über anhielt und sich so richtig gewaschen hat. Dabei haben wir alle drei alles an Können aufgeboten und uns dennoch sehr fair und sportlich niedergerungen. Die Positionen wechselten häufig und jeder konnte zeitweise das Rennen anführen. Am Ende hatte Ralf die Nase vorn und Andreas konnte auch den 2. Platz vor mir behaupten. Natürlich will jeder gewinnen, aber nach diesem Fight war mir jeder Platz recht. Auch Ralf schrieb mir am nächsten Tag eine E-Mail und versicherte mir, daß er ähnlich viel Spaß gehabt hat. An solche Rennen erinnert man sich noch lange zurück. Danke an die Beiden 🙂

Im letzten Rennen gab es zwar auch noch wieder eine unschöne Rennszene, nach der Dirk Neumann vom Holborn-Team das Rennen frühzeitig aufgab, weil es ihm in der gezeigten Art zu gefährlich wurde. Der Verursacher der heftigen Rempelei konnte am Ende aber nicht mehr ausfindig gemacht werden (es war wirklich duster!). Es gab noch eine kleine Predigt von der Rennleitung, danach war das Thema dann aber auch durch. Auch wenn es mal ein bisschen rüde zugeht, muss man ja nicht dem anderen gleich an den Kragen wollen.

Ach ja:
und dann war da noch die Auswertung! Der eine oder andere hat’s gemerkt, Ralf und Markus von Airbus haben mir entsprechende Hinweise gegeben, daß die Team-Rangliste irgendwie durcheinander geraten ist. Ich habe heute etwa 5 Stunden gebraucht, um den Fehler zu lokalisieren und abzustellen. Das war wirklich ein kniffliges Problem. Es hing damit zusammen, daß wir im letzten Rennen vor der Sommerpause eine bisher noch nicht dagewesene Situation hatten, nämlich daß nur 2 Teams gewertet wurden, weil Holborn-2 nicht angetreten war.
Die Anzeigen auf der Sprintcup-Seite werden ja durch irrwitzige SQL-Formeln immer aktuell aus den Zahlen der Datenbank errechnet und aufbereitet. Diese SQL-Statements können einen schon schwindelig machen. Es wird dabei immer rennenweise gruppiert, um 3, 2 oder 1 Punkt auf die Teams zu verteilen. In dieser Gruppierung entstand dann ein Bruch nach dem Rennen #124, weil dort das 3. Team entfiel. Dementsprechend bekam das Team im nächsten Rennen (#129), das eigentlich mit 3 Punkten hätte belohnt werden sollen, den 1 ausgefallenen Punkt und das 2. Team dann die 3 Punkte vom ersten. Von da an setzte sich das fort und die Zählung der Team-Punkte war nicht mehr nachvollziehbar.

Aber ich habe den Fehler eingekreist und anschließend auch eine geänderte Formel entwickelt, die mit einer solchen Situation fertig wird. Jetzt sollte alles korrekt angezeigt werden. In einer solchen Situation kann ich dann aber auch erkennen, daß ihr die Auswertungen auch wirklich anschaut 😉

In diesem Sinne,
keep racing

Aktuelle Nennliste Sprintcup 2017

Auf Anregung von Benny Schäfing vom Airbus-Team habe ich hier (komplett als pdf-Datei) mal eine aktuelle Zusammenstellung der aufgestellten Fahrer und Fahrerinnen aus dem Datentopf gemacht. Sortiert ist das Ganze nach BSG’en und darunter nach den einzelnen Teams incl. dem Reserve-Pool der jeweiligen BSG.

Insbesondere auch wegen der mittlerweile festgefahrenen Reserve-Piloten gibt euch das mal eine gute Übersicht, wer wo während der Schlussrunde nach der Sommerpause eingesetzt werden kann.
Solltet ihr Fehler feststellen, nur heraus mit der Sprache. Nobody is perfect 😉

Auch Div-2 bei Regen in Lüneburg

Nachdem vor 4 Wochen die Division-1 des Sprintcups einen denkwürdigen Abend bei Wolkenbruch-Wetter hatte, gab es auch gestern abend für die Fahrer und Fahrerinnen der Division-2 richtig nasse Klamotten.
Während das erste Rennen noch komplett im Trockenen stattfand, fing es während des 2. Rennens an zu regnen. Mit Beginn des Qualifyings für das 3. Rennen öffnete Petrus aber dann so gegen 20 Uhr kompromisslos die Schleusen. Das war schon ein Spaß! Es dauert dann nur eine halbe Runde, um durch 2 oder 3 richtige Wasserlachen zu düsen, und schon ist man bis auf die Knochen nass. Für das fehlerfreie Durchfahren der Schikane auf der Geraden musste man dann auch schon mit Ballistik-Kenntnissen kommen und nicht mehr Rollwiderstand oder ähnlich profanem Zeugs. Vor der Schikane ein See auf der linken Seite, in der Schikane dann einer auf rechts und nach der Schikane dann sowohl als auch. Und das Ende der Geraden ist dann auch gern viel zu schnell da und man bremst zu spät (und immer schön nur die Hinterräder)! Dort mussten einige in den Notausgang!
Verletzt hat sich zum Glück niemand. Auch beim 4. und damit letzten Rennen des Abends gab es keine Verletzten, aber eine Reihe von mehr oder weniger eleganten Three-Sixties bei Vollgas auf der langen Geraden. Soll heißen: 360 Grad Drehung auf der Hochachse. Einmal alles nach hinten gucken und weiterdrehen, bis wieder vorne Vorne ist 😉
Der Regen wurde nochmal stärker und ich hab mir die Situationen aus der Nähe angesehen. Als dann auch noch direkt neben der Strecke der eine oder andere Blitz einschlug, habe ich dann die Reißleine gezogen und das Rennen vor Ablauf der kompletten Zeit vorzeitig beendet. Meiner Meinung nach waren alle einverstanden, es muss ja nicht erst etwas passieren. Und das war schon hart an der Grenze. Auch wenn es einen Heidenspaß macht, muss man wissen, wann es gut ist.
Und wenn man schlau war, hatte man komplette Wechselgarderobe mit und konnte sich hinterher wieder trockenlegen.
Von solchen denkwürdigen Fahrten kann man noch seinen Kindern erzählen.
Die Ergebnisse der Rennen sind auch bereits eingepflegt. Schaut euch das gern auf der Sprintcup-Seite an. Bis zum Wochenende noch im Aktuell-Teil, anschließend weiterhin in der Früher-Abteilung

Division-1 auf nassem Hansa-Ring

Gestern war mal wieder Zeit für Gefühl 😉
Pünklich zum Beginn der Hauptrunde der Division-1 hat Petrus die Strecke in Lüneburg geflutet. Das war schon was für Fortgeschrittene, hab ich mir sagen lassen. Ich hatte ja mit Detlef Quade eine Vertretung als Rennleiter geschickt und konnte das nicht selbst miterleben. Aus meiner Sicht hat er seine Sache Klasse gemacht, und das unter erschwerten Bedingungen! Vielen Dank noch einmal dafür.
Und weit nach Mitternacht hat er mir noch die Ergebnisse zugeschickt und einen kurzen Bericht dazu. Den hänge ich hier direkt unten dran!
Die Ergebnisse sind mittlerweile auch im Netz, schaut dazu auf die Sprintcup-Seite.

Und hier die Reportage von Detlef zum gestrigen Abend:

Hallo Holger,
dieser Renntag war wieder mal etwas ganz Besonderes.
Schon zu beim Eintreffen der Fahrer war Hauptdiskussionspunkt das Wetter und wie heftig es wohl werden wird, was da runterkommt. Regenoverall, oder lieber doch nicht? Welche Regen-App taugt was?

Letztlich hatten pünktlich zum Rennen alle ihre Regenklamotten an und das war gut so.
Was in den Minuten vor dem ersten Quali des Abends noch recht harmlos begann, wuchs sich im Laufe der wenigen Quali-Minuten zu einem sehr heftigen Regenguss vom Feinsten aus. Links und rechts der Karts spritzte das Wasser meterhoch, in den Senken der Kartbahn sammelte sich in ganz kurzer Zeit so viel Wasser an, dass nur noch eine schmale Fahrspur von einer knappen Kartbreite (wenn überhaupt) übrig blieb. Diverse Karts blieben liegen, wer sich wo gedreht hatte, weil er einfach nichts mehr sehen konnte, weiß ich nicht.

Jedenfalls haben wir nachdem das Quali durch war (die Fahrer/innen waren es trotz Overall auch) erst einmal eine kurze Krisenbesprechung gemacht. Was tun? Ganz absagen? Zu viele Fahrer waren bereits da oder fast vor Ort. Andererseits berichteten die gerade gefahrenen Fahrer von extrem schlechten Sichtverhältnissen. Laut Regen-App war das schlimmste bereits überstanden. Die zu erwartende Regenmenge flachte ab. Also beschlossen wir, erst mal abzuwarten. Der See auf der Kartbahn unten in der 180°-Kehre ging zunächst über die komplette Breite der Kartbahn, wurde aber allmählich weniger. Nach gut 35 Minuten testeten Andreas Aßhoff und Thomas Maliszewski (war nach Zeugenaussagen doch eher Marco Oehme) die Bahn auf Befahrbarkeit und legten bereits deutlich bessere Zeiten hin, als noch im Quali.
Da aber in der Kurve ganz unten an der Kartbahn nur eine Spur von etwa einer Kartbreite befahrbar war, beschlossen wir einen fliegenden Start für dieses und später auch die folgenden Rennen zu fahren. Es wäre sonst zu befürchten gewesen, dass doch einige Karts samt Fahrern im Teich in der ersten Kurve nach dem Start versenkt worden wären…

Im Laufe der Rennen trocknete die Bahn immer weiter ab, von Runde zu Runde fielen die Zeiten. Auch wenn die Fahrer der letzten beiden Rennen sicher nicht mehr so nass wurden, wie die der ersten Rennen, wird dieser Renntag wohl allen in regenfeuchter Erinnerung bleiben.

Viele Grüße
Detlef

Auftakt für die Division 2

Mit dem Wetter hätten wir es am letzten Donnerstag nicht besser treffen können: zum Auftakt der Hauptrunde für die Division 2 kam pünktlich die Frühlingswärme in den Norden!
So konnten dann die neun Division-2-Teams in die Hauptrunde des Sprintcups starten. Entsprechend der geplanten Aufteilung fuhren sechs Teams ein einzelnes Rennen, während drei Teams jeweils zwei Rennen auf der Agenda hatten. So wird es auch bei den weiteren Renntagen sein, mit Ausnahme des letzten, finalen Renntages der beiden Divisionen. Damit müssen alle Teams für ihre fünf Rennen der Hauptrunde nur jeweils vier Mal die Reise nach Lüneburg oder Bispingen antreten. Und vor dem allerletzten Renntag haben alle Teams nur noch genau ein Rennen übrig und der Finaltag behält dadurch seine besondere Spannung.

Die Ergebnisse der ausgetragenen Rennen lassen sich auf der Sprintcup-Seite ausgiebig studieren. Auch das Singlescoring, die beliebte Einzelfahrerwertung des Sprintcup-Hamburg, ist jetzt wieder entsprechend der Team-Qualifikation in die beiden Divisionen unterteilt.

  • Hier ist der direkte Link zur aktuellen Übersicht der Division 2
    Oben links (unter ‚Stattgefundene Rennen:‘) ist übrigens eine aufklappbare Liste, mit der man das jeweilige Rennen auswählen kann, um anschließend mit der Schaltfläche ‚anzeigen‘ zur Anzeige des gewählten Rennens zu springen.
    Mit dem ‚Wechseln‘-Button ganz oben links kommt man wieder zurück in die Auswahl der unterschiedlichen Gruppen- oder Divisions-Ergebnisse
  • Über diesen Link gelangt ihr auch direkt zum Singlescoring
    In den Singlescoring-Listen könnt ihr übrigens auch auf die Namen klicken und erhaltet eine Aufstellung, wie die Fahrer-Punkte zusammengekommen sind 😉

Viel Spaß damit und bis bald,
Holger

Qualifikationsrunde abgeschlossen

Am letzten Donnerstag ist mit den letzten Begegnungen der Gruppen C und D die Qualifikationsrunde abgeschlossen worden. Die im Bild rot markierten Teams bestreiten in der Hauptrunde des diesjährigen Sprintcups ihre Rennen in der Division 1. Denkbar knapp wurde es mit dem Bestimmen des besten Dritten in den Gruppen. Als Entscheidungskriterium zählte zuerst die Menge der erkämpften Teampunkte. Hier hatten 3 Teams 6 Punkte eingefahren. Anschließend waren die einzelnen Team-Platzierungen entscheidend. Die beiden Eurogate-Teams hatten hier jeweils ein 3-Punkte-Ergebnis für einen Sieg zu Buche stehen. Damit war Airbus-3 aus dem Rennen. Auch die weiteren Plätze waren bei den Eurogate-Teams gleich, sodaß dann die Summe der Fahrerpunkte entscheidend war. Eurogate-1 hatte hier die Nase vorn und zieht deshalb als bester Gruppen-Dritter auch in die Division 1 ein. Die unterlegenen Teams bestreiten ihre Hauptrunde in der Division 2.

Noch ein paar Infos zu den Rennen am Donnerstag. Wir konnten die 4 Rennen auf neuen Strecken-Layouts durchführen. Neben der gebuchten Indoor-Bahn bekamen wir noch die ‚kleine Aussenanbindung‘ hinzu. Wegen der zusätzlichen 220 Meter Streckenlänge wurde das Qualifying auf 10 Minuten festgelegt und die Zeit der Rennen wurde auf 20 Minuten reduziert. Dadurch hatten alle genug Gelegenheit, sich mit dem neuen Streckenabschnitt anzufreunden. Da draußen war es ziemlich eng, aber es hat die Rennen auf jeden Fall bereichert.

Die ersten beiden Rennen wurden dann auch im ’normalen‘ Uhrzeigersinn gefahren und für die letzten beiden Rennen wurde die verlängerte Strecke auch noch ‚verkehrt herum‘, also gegen den Uhrzeigersinn gefahren. Jeder hatte also eine Menge Neues hinzuzulernen. Und dadurch, daß der enge Außenteil fast ausschließlich aus Kurven bestand, war es mächtig anstrengend. Gerade für die Teams, die 2 Rennen an dem Abend zu fahren hatten, war das auch eine körperliche Herausforderung. Ich für meinen Teil war nach dem 2. Rennen völlig am Ende.

Aber Spaß hat’s gemacht 😉

Die Hauptrunde beginnt für die Division 2 bereits am 11. Mai, für die Division 1 am 18. Mai. Austragungsort wird dann der Hansa-Ring in Lüneburg sein. Dort beginnt dann auch unsere Outdoor-Saison. Ich freu mich drauf.
Den komplettierten Begegnungsplan findet ihr wie gewohnt auf der Sprintcup-Seite.

Wir sehen uns!

Denkwürdiger QR3

Der 3. Renntag in der Qualifikationsrunde war gezeichnet vom Schwund! Das erste Rennen sollte um 19:00 Uhr starten und ich hab mich aus Barmbek um 16:45 auf den Weg gemacht. Über die Elbbrücken wäre da schon die schlechtere Wahl, weil die A1 ein einziger Stau war. Letztes Mal hatte ich anderthalb Stunden gebraucht.
Also war ich schlau und fuhr quer über St. Pauli nach Othmarschen, um da ganz vorn vor dem Elb-Tunnel auf die A7 zu kommen. Das war leider noch schlimmer: als ich schon direkt über der A7 auf der Einfädelung zur Auffahrt stand, war der Tunnel komplett gesperrt Richtung Süden, alles stand dort auf 4 Spuren und sämtliche roten Lichter blinkten.

Lange Rede, kurzer Sinn: mit viel Umgehungsgeschick und im Schweinsgalopp auf dem Teil südlich des Tunnels bin ich eben noch 5 Minuten vorm Start in Bispingen angekommen. Aber ich war nicht der Einzige, der im Verkehr stecken blieb. Der Start des 1. Rennens wurde deshalb etwas hinausgezögert und wir starteten erst gegen halb acht. Und das Feld bestand aus mageren 6 Karts, weil Holborn-Bleifrei nur mit einem Fahrer antreten konnte und auch bei Airbus-4 nur 2 Leute da waren.

Die ersten 3 Rennen wurden gegen den Uhrzeigersinn gefahren und die letzten beiden dann wieder im normalen Modus. So konnten die Teams der Gruppen A und B beide Varianten fahren. Die weiteren Rennen nach dem sehr dünnen ersten waren dann aber auch nicht mehr voll besetzt. Einige haben im Mega-Stau einfach aufgegeben und sind wieder nach Hause gefahren, weil sie es eh nicht mehr rechtzeitig geschafft hätten. Konnte nicht jeder wissen, daß wir die Starts hinausgezögert haben, soweit es noch ging. Hier muss ich auch mal die Betreiber-Mannschaft loben: die geplante Verzögerung am Anfang und die üblichen aufgesammelten Verzögerungszeiten zwischen den 5 Rennen führten schließlich dazu, daß das letzte Feld dann erst um 22:20 Uhr abgewunken wurde. Das heißt auch für die Jungs an der Strecke und die Mädels im Bistro ist es ein langer Abend geworden.

Ein Wort noch zum heißesten Fight des Abends mit dem größten Diskussionsstoff: im 2. Rennen trafen Alt-Meister Andreas Aßhoff und Youngster Jan Glaue aufeinander. Jan hatte den Düsenjäger des Abends erhalten und Andreas ein nicht so ganz performantes Arbeitsgerät. Ich habe das ganze Rennen über die beiden beobachtet und war voll des Lobes für die faire Fahrweise von Jan, der hinter Andreas gestartet war, aber eindeutig schneller hätte fahren können. Andreas hat natürlich seine ganze Erfahrung und Cleverness aufgeboten, um vor Jan zu bleiben. Der raufte sich ein ums andere Mal die Haare (wenn da nicht der Helm gewesen wäre), aber in jeder Ecke vermied er jeden Kontakt und fuhr immer haarscharf hinter ihm her. Das ging über 20 Minuten so. Mittlerweile waren auch schon weitere Fahrer auf die beiden aufgeschlossen, weil dieses enge Fighten natürlich keine Bestzeiten zuließ. Einige Male hatte Jan dabei Angriffe gestartet und war neben Andreas gekommen, aber der wusste genau, wo er auf welcher Linie bleiben musste, um in der nächsten Kurve doch die bessere Lage zu haben.

3 Runden vor Schluß hat Jan dann eine Lücke auf der Innenseite gesehen und ist dort reingestochen. War allerdings zu knapp, sodaß die Tür direkt Anfangs des Knicks von Andreas zugemacht wurde. Jan hatte innen nicht mehr genug Platz und touchierte die Bande, wurde abgeprallt und gab dadurch dem Kart von Andreas einen kräftigen Schlag auf die hintere Seite. Dieser Schlag hatte ausreichend Energie, daß Andreas einen 180-Grad Dreher nicht mehr vermeiden konnte. Zack – waren mit Jan gleich 3 weitere aufgeschlossene Gegner mit an ihm vorbei. Nach dem Zieleinlauf, der nur noch 2 Runden entfernt war, kam Andreas dann auch mit einer entsprechenden Krawatte an die Box. Jan war das sehr unangenehm und das hat man ihm abgenommen. Er entschuldigte sich bei Andreas und die beiden hatten sich als Sportsmänner natürlich gleich wieder vertragen. Aber mit dem Ergebnis war Andreas nicht einverstanden.

Die Rennleitung wurde angerufen und musste eine Entscheidung über diesen Unfall treffen. Es gab lange Diskussionen und auch Beratungen mit anderen erfahrenen Fahrern und den Leuten, die das Geschehen wie ich live gesehen hatten. Am Ende (und damit konnte auch Jan leben und zeigte sich einsichtig) wurde Jan für die Verursachung des Drehers hinter Andreas zurückversetzt. Dabei blieben aber die anderen mit durchgerutschten Fahrer unbestraft, sodaß Jan von 3 auf 7 zurückfiel und Andreas noch einen Platz von 7 auf 6 nach vorn kam. Für das Team-Ergebnis hatte dies keinen Einfluss mehr: die TeleAsse waren ohnehin weit vorn und auch Telefonica-2 (Jans Team) konnte noch knapp den 2. Platz gegen SKF-2 verteidigen.

Die Ergebnisse der Rennen könnt ihr wie gewohnt in diesem Teil der Sprintcup-Seite nachlesen.

Der erste Gruppensieger steht schon fest

Am Donnerstag, den 30.3.2017 fand schon der zweite Renntag der Qualifikations-Runde im Hamburger Sprintcup statt. Es wurden insgesamt 5 Sprintrennen ausgekämpft, die zum Teil hart, aber immer sportlich fair umkämpft waren. Wenn man bspw. im letzte Rennen Björn Gatermann und André Hagen beim Kampf um die Spitze beobachtet hat, da konnte man schon denken: so, wenn die gleich aussteigen, dann gibt’s aber nochmal ordentlich Krach. Aber im Gegenteil: die sind sich hinterher fast um den Hals gefallen und haben sich gegenseitig zu diesem geilen Rennen beglückwünscht! Also so macht Rennsport Spaß.

Da das Team von Nestlé nicht nur jetzt schon seine 3 Vorrunden-Rennen absolviert, sondern auch alle 3 deutlich gewonnen hat, steht in der Gruppe C jetzt schon der erste Gruppensieger fest: 9 Rennpunkte sind das Maximum, was man da herausholen konnte. Damit steht man verdientermaßen in der Division 1.

Wie während der Saison-Vorbereitungen abgesprochen, wurde auch die Indoorbahn in Bispingen mal ‚andersrum‘ gefahren. Die Gruppen A und B waren wechselweise 2-mal am Abend dran, sodaß die ersten 3 Läufe (zunächst ein Lauf zur Gruppe C, anschließend einmal A und einmal B) normal-herum gefahren wurden, und Lauf 4 und 5 (nochmal für Gruppe A bzw. B) wurden dann linksrum unter die Räder genommen. So hat man trotz der wenigen möglichen Austragungsorte doch noch ein bisschen mehr Abwechslung.

Außerdem haben wir prominenten Besuch gehabt. Carsten Waibel, der Instruktor der Bispingener Kartschule, ist im ersten und vierten Lauf außer Konkurrenz mitgefahren, um selbst ein wenig zu trainieren und sich mal unsere Sprintrennen ganz aus der Nähe anzusehen. Nachdem sich kein Teilnehmer dagegen ausgesprochen hat und Carsten versprochen hat, den Rennbetrieb nicht zu stören, haben wir da mal eine Ausnahme gemacht. Normalerweise ist es nicht möglich, so im Feld mal mitzufahren. Nach meinen Beobachtungen gab es dabei auch keine Probleme und er hatte auch Spaß.

Ebenfalls, wie vor der Saison abgestimmt, werden die Ergebnisse an die Kart-Bundesliga gemeldet. Dies übernimmt direkt der Bahnbetreiber in Bispingen. Auch die Läufe des ersten Renntages letzte Woche wurden noch nachträglich dorthin gemeldet.

Die Ergebnisse sind wie gewohnt auf der Sprintcup-Seite unter der Rubrik aktuell zu finden. Ab Dienstag/Mittwoch etwa wird dort aber die Vorschau für den nächsten Renntag erscheinen. Geht ja Schlag auf Schlag im Moment, weil wir die knappen Lücken zwischen den ganzen Ferien nutzen müssen. Wir sehen uns dann wieder am kommenden Donnerstag. Bis dahin dann.