BSV 2017 – Fröhliche Wasserspiele in Lüneburg

Ich will ja zum gestrigen Renntag des BSV in Lüneburg nicht allzu viele Worte verlieren – schließlich bin ich ja auch schon nach dem ersten Rennen gegangen und hab die restlichen Rennen nicht mehr mitbekommen aber:
Ich hab immer noch ein breites Grinsen im Gesicht!

Was war geschehen?
Schon auf der Hinfahrt zeigte uns die Wetter-App – trotz strahlendem Sonnenschein – das pünktlich zum Start um 19:00 Uhr in Lüneburg Regen zu erwarten sei, ich war daher nicht so unglücklich darüber, meine Regenkombi eingepackt zu haben.
Während wir uns sammelten zog es zwar ein wenig zu, und es gab auch ein paar kleine Tropfen, aber nichts Weltbewegendes.
Aber pünktlich zum Start unserer Qualy fing es an zu regnen und zu gewittern.

Versteht mich nicht falsch, ich liebe es im Regen, oder zumindest auf nasser Strecke zu fahren – da wird mein „kleiner“ Gewichtsnachteil ausgeglichen – aber das war Hardcore.
Was da an Wasser in wenigen Minuten runterkam war schon nicht von schlechten Eltern.

Schon in der ersten Runde waren an verschiedenen Stellen der Strecke riesige Pfützen, in der zweiten waren die schon so tief, das ein durchfahren eigentlich gar nicht mehr möglich war. Selbst in der Schikane auf der langen Graden stand das Wasser so hoch, das man komplett aufgeschwommen ist, und über die Kurven hinter nach der 180° Kehre nach Start und Ziel will ich gar nicht reden.

Schon beim ersten „reinrauschen“ ging das Wasser über meinen Kopf weg und von oben in die Regenkombi.

Visier beschlagen? Egal, macht man das halt auf.
Brille beschlagen? Das ist schon nicht mehr so gut.
Da aber eh bei jeder Untiefe komplett Landunter war, war das eh egal.

Man konnte unsere Fontänen beim Durchfahren der Wasserlöcher über den Hügel hinweg noch vorn in der Box sehen.

Ich hatte das Glück bis kurz vor Abbruch der Qualy durchfahren zu können, aber war schon spannend. Man konnte eh kaum was sehen, rauscht durch eine Pfütze – wobei da immer offen war, in welche Richtung man da wieder rauskam -> Aquaplaning in Reinkultur – und musste dann versuchen keines der Karts zu treffen, die nicht so viel Glück hatten und stehen geblieben sind.

Konnte man das als Rennen bezeichnen? Definitiv nein!
War es gefährlich? Definitiv ja!
Hat es Spaß gemacht? Hell, yeah!
Würde ich noch mal mitmachen? Keine Frage!

Nach ca. 20 Minuten machten dann zwei Kollegen ein paar Testrunden, das Wasser bedeckte halt nicht mehr die komplette Breite der Strecke im Infield, sondern nur noch die Hälfte, da sollte doch was machbar sein.

Und da sie gut 3 – 4 Sekunden schnellere Rundenzeiten als in der Qualy vorlegen konnten stand dem Start nichts im Wege.
Die Senke am Ausgang der Kurve bei Start / Ziel bot immer noch große Herausforderungen. Die Pfützen waren zwar etwas kleiner, und auch nicht mehr so tief, aber es tummelten sich immer noch drei Wasserflächen direkt auf der Ideallinie.
Kurvenausgang innen fahren ging nicht, da Pfütze. Außen kam man zwar um die Pfütze herum, musste dann aber der Pfütze auf der Innenseite der folgenden Rechtskurve ausweichen.
Auch das war noch machbar, nur zeigte dann das Kart nicht mehr wirklich dahin, wo man eigentlich hinwollte. Und schaffte man es tatsächlich, das Kart hier rumzuziehen hatte man in der folgenden Linkskurve zu langen Graden wieder ein Wasserloch auf der Innenbahn.
Man musste hier wirklich versuchen mit Pfütze „anschneiden“ so rumzukommen, dass man nach den ersten beiden Wasserflächen einigermaßen in Fahrtrichtung lange Grade stand, um dann rechts (oder auch links über die asphaltierten Curbs) an der letzten Pfütze vorbei zu kommen und nicht allzu viel Geschwindigkeit vor der Graden liegen zu lassen.
Es funktionierte zwar von den Richtungen her gut die erste Pfütze einfach frontal zu nehmen, da man dann eine gute Spur Richtung Grade hatte, man wurde aber durch das viele Wasser extrem ausgebremst.

Mein Beileid geht an die Fahrer von Telefonica, die gestern noch weitere Rennen fahren mussten. Ich glaube Chi hat im zweiten Stint allein durch das Wasser in seine Kombi sein Gewicht verdoppelt, meine Schuhe waren Freitag Mittag noch recht feucht, trotz ausstopfen und Heizung, und auch mein Helm war innen noch „ein wenig“ klamm.

Ich hoffe, alle anderen hatten ähnlich viel Spaß und ich freue mich schon auf das nächste Mal. Dann wäre es aber schön, wenn Hans zumindest ein paar Paddel ans Kart bindet…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.