Division-1 auf nassem Hansa-Ring

Gestern war mal wieder Zeit für Gefühl 😉
Pünklich zum Beginn der Hauptrunde der Division-1 hat Petrus die Strecke in Lüneburg geflutet. Das war schon was für Fortgeschrittene, hab ich mir sagen lassen. Ich hatte ja mit Detlef Quade eine Vertretung als Rennleiter geschickt und konnte das nicht selbst miterleben. Aus meiner Sicht hat er seine Sache Klasse gemacht, und das unter erschwerten Bedingungen! Vielen Dank noch einmal dafür.
Und weit nach Mitternacht hat er mir noch die Ergebnisse zugeschickt und einen kurzen Bericht dazu. Den hänge ich hier direkt unten dran!
Die Ergebnisse sind mittlerweile auch im Netz, schaut dazu auf die Sprintcup-Seite.

Und hier die Reportage von Detlef zum gestrigen Abend:

Hallo Holger,
dieser Renntag war wieder mal etwas ganz Besonderes.
Schon zu beim Eintreffen der Fahrer war Hauptdiskussionspunkt das Wetter und wie heftig es wohl werden wird, was da runterkommt. Regenoverall, oder lieber doch nicht? Welche Regen-App taugt was?

Letztlich hatten pünktlich zum Rennen alle ihre Regenklamotten an und das war gut so.
Was in den Minuten vor dem ersten Quali des Abends noch recht harmlos begann, wuchs sich im Laufe der wenigen Quali-Minuten zu einem sehr heftigen Regenguss vom Feinsten aus. Links und rechts der Karts spritzte das Wasser meterhoch, in den Senken der Kartbahn sammelte sich in ganz kurzer Zeit so viel Wasser an, dass nur noch eine schmale Fahrspur von einer knappen Kartbreite (wenn überhaupt) übrig blieb. Diverse Karts blieben liegen, wer sich wo gedreht hatte, weil er einfach nichts mehr sehen konnte, weiß ich nicht.

Jedenfalls haben wir nachdem das Quali durch war (die Fahrer/innen waren es trotz Overall auch) erst einmal eine kurze Krisenbesprechung gemacht. Was tun? Ganz absagen? Zu viele Fahrer waren bereits da oder fast vor Ort. Andererseits berichteten die gerade gefahrenen Fahrer von extrem schlechten Sichtverhältnissen. Laut Regen-App war das schlimmste bereits überstanden. Die zu erwartende Regenmenge flachte ab. Also beschlossen wir, erst mal abzuwarten. Der See auf der Kartbahn unten in der 180°-Kehre ging zunächst über die komplette Breite der Kartbahn, wurde aber allmählich weniger. Nach gut 35 Minuten testeten Andreas Aßhoff und Thomas Maliszewski (war nach Zeugenaussagen doch eher Marco Oehme) die Bahn auf Befahrbarkeit und legten bereits deutlich bessere Zeiten hin, als noch im Quali.
Da aber in der Kurve ganz unten an der Kartbahn nur eine Spur von etwa einer Kartbreite befahrbar war, beschlossen wir einen fliegenden Start für dieses und später auch die folgenden Rennen zu fahren. Es wäre sonst zu befürchten gewesen, dass doch einige Karts samt Fahrern im Teich in der ersten Kurve nach dem Start versenkt worden wären…

Im Laufe der Rennen trocknete die Bahn immer weiter ab, von Runde zu Runde fielen die Zeiten. Auch wenn die Fahrer der letzten beiden Rennen sicher nicht mehr so nass wurden, wie die der ersten Rennen, wird dieser Renntag wohl allen in regenfeuchter Erinnerung bleiben.

Viele Grüße
Detlef

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