NOP 10.08.2014 – Bericht

 

Kartfahren in Lüneburg  –  Immer wieder ein Erlebnis!

Und wieder einmal waren wir viiiel zu früh vor Ort. Diesmal waren aber zumindest die Tore schon offen, wir waren auch schon mal vor dem Bahnpersonal da…

So konnte ich ganz in Ruhe noch vor 08:00 Uhr die Bahn abschreiten und mir ein Brötchen in den Kopf schieben.  Was will man mehr an einem Sonntag vormittag?

Leider waren nur 28 Fahrer vor Ort, ich hatte auf mehr gehofft. Und auch die Verteilung war „etwas“ eigen: sieben Fahrer in der Sumo-Klasse, immerhin fünf Jungs bei den Halbhohen und sechszehn in der Klasse 2.

Die haben sich vermehrt wie die Karnickel.  

Ich hatte vorher mit dem Mechaniker gesprochen, er meinte 13 – 14 einigermaßen gleiche Karts sollten möglich sein, und wenn man sich die Rennen anschaut kam das auch hin. Es waren zwei, drei Raketen dabei und jede Menge Durchschnitt. Als die Fahrerzahl dann auf 16 stieg standen wir vor der Entscheidung die Gruppe zu teilen, oder ein paar Karts aus dem unteren Drittel mit rein zu nehmen.

Die Entscheidung fiel für Variante zwei, ob das gut war… lass ich mal dahin gestellt. Beide zusätzlichen Karts waren deutlich langsamer, eines sogar so langsam, dass es nach dem ersten Einsatz ausgetauscht wurde…   gegen eine fast genauso langsame Mühle 😉

In den Klassen 1 und 3 war das kein Problem. Hier hatten wir durch die Anzahl der Fahrer genug Spielraum, und da wir vor dem Start vereinbart hatten, innerhalb dieser Klassen nur unter den ausgelosten Karts durchzutauschen bestand keine Gefahr, das einzelne Fahrer benachteiligt wurden.

In der Klasse 2 war dies leider nicht möglich, so dass einige Kollegen leider Streicher einfahren mussten.

Ansonsten gab es zwar ein paar Ausfälle, die aber vom Bahnpersonal sofort behoben wurde (haben die echt super und professionell hinbekommen). Die Karts wurde für maximal ein Rennen rausgezogen, Bremse, bzw. Motor neu eingestellt, und dann ging es im nächsten Lauf wieder in die Spur. Und es betraf diesmal auch nicht die Möhren, sondern ganz normale Karts, die nach den „Bauarbeiten“ teilweise sogar deutlich schneller waren.

So schaffte es Thomas Schmitz, bekannt für seine zurückhaltende und langsame Fahrweise, im ersten Stint mit der 13 nur auf den achten Platz. In der nächsten Runde wollte die Kiste gar nicht mehr angehen und musste kurzfristig ersetzt werden. Ein paarmal auf den Vergaser geklopft, und das Kart fährt auf Platz drei.

Andreas hatte diesmal komplett in den linken Eimer gegriffen. Im ersten Rennen auf einem schnellen Kart unterwegs von der Bahn gekegelt (Mea Culpa), im zweiten ein noch schnelleres Kart, nur hat es leider  jemand geschafft, das rechte Hinterrad zu entlüften, was ja der Geschwindigkeit auch nicht grade zuträglich ist. Und danach zwei Durchschnittskarts, auf denen er mangels Gewichtsausgleich nicht viel reißen konnte. Nachdem man das Luftproblem behoben hatte flog das Teil wieder über die Strecke. Mit Gewichtsausgleich hätte ich im letzten Stint gut um den Sieg mitfahren können

Peter „schaffte“ es im letzten Stint auf einem eigentlich gut fahrenden Kart den Motor zu killen und musste nach mehreren Aussetzern das Ende des Rennens in der Box anschauen.

Ansonsten gab es jede Menge spannende Rennen mit vielen Kämpfen zu sehen, die in der Regel fair geführt wurden. Grade in der Klasse 2 gab es Gruppen, in denen sich vier bis fünf Karts über fast die gesamte Renndistanz beharkten. Die Kurve direkt vor der Box wurde Runde um Runde mit zwei bis drei Karts nebeneinander genommen, mit einem Haufen „Aasgeier“ direkt dahinter, die auf einen Fehler hofften.

Ein Fehler, wie ich ihn im ersten Stint gemacht habe.

Kurz nach dem Start fuhren wir im Pulk die Gegengrade herunter, ich direkt im Windschatten von Andreas, und er im Schatten von mehreren anderen Karts. Kurz vor der Kurve waren wir beide schon an den ersten ein bis zwei Fahrern auf der Außenbahn vorbei als er anfing zu bremsen…

Leider griff seine Bremse deutlich besser als meine, so dass ich ihm einen leichten Stupser verpasste.

Und ihr wisst wahrscheinlich alle, wie sich solch ein Stupser beim Anbremsen auswirkt…
Andreas fing vor mir an zu rotieren und es grenzt an ein Wunder, dass er dabei nicht die Hälfte des Feldes gleich mit abräumte. Ich glaube, er ist tatsächlich ohne weitere Berührung durch die ganze Gruppe gerutscht, bevor er sein Kart wieder einfangen konnte. Leider hat er hierdurch die Chance auf einen Platz unter den ersten Drei verloren…

Claudia und Karsten mussten im letzten Rennen der Klasse 2 dann feststellen, wie es ist gegen einen guten Fahrer auf schlechtem Material zu kämpfen. Schon in der ersten Kurve durfte Claudia mit einem der schnellsten Karts des Tages einen Ausritt in die Pampa unternehmen, weil Thomas voll reingehalten hat. Sie konnte dann zwar recht schnell wieder zu der Kampfgruppe aufschließen, sich sogar an dem Haufen vorbeischieben, nur um dann in der nächsten Runde wieder mittendrin zu stecken.

Da zeigt sich, was wir auch im Sprint-Cup immer wieder erfahren dürfen: Die Erfahrung macht’s!

Die Jungs können an Stellen überholen, wo andere keinen Platz finden. Hier heißt es dann: Erkenne wo Platz ist, ziehe ggf. zurück und mach die Tür auf, den wenn du schneller bist hast du in der nächsten Kurve wieder eine Chance.

 

In diesem Sinne:

 

Good Night. Good Fight