Bericht 14.05.2014 Sprint-Cup

Wie der Eine oder Andere schon mitbekommen hat, doktere ich an unserer Auswertungsdatei herum. Nachdem ich am Dienstag – endlich – unseren hausinternen Excel-Guru erwischt habe (ich glaube, der deckt sich abends zum Schlafen auch mit Tabellen zu) konnte ich ein paar der Knoten lösen. Er hat sich fünf Minuten angehört, was ich mir vorstelle, drei Minuten getippt. Fertig!

Und ich hühner da seit Wochen mit rum ;-(

Leider musste ich nach den Rennen am letzten Mittwoch feststellen, dass diese neue Liste klasse funktioniert, wenn alle Fahrer antreten, aber eine Abfrage, die leere Felder abfängt fehlt.

Im zweiten Rennen lief die Auswertung also wie am Schnürchen, die waren nämlich alle brav da.

Im ersten Stint hingegen… gab es doch die eine oder andere Lücke in der Startaufstellung.

War also gleich ein guter Test für die neue Liste. Und bedeutete für mich: Entweder wieder zurück zum Alten und neu anfangen, oder die neue Liste so anpassen, dass die Abfragen nicht mehr auf Fehler laufen. Und damit war ich dann den ganzen Donnertag und auch am Freitag beschäftigt.

Jetzt bekomme ich zwar keinen aktuellen Gesamtstand mehr angezeigt, da die dort abgefragten Daten ja noch nicht vorhanden sind, aber zumindest die Rennergebnisse werden sauber berechnet, und das ist doch schon mal was 😉

Kommen wir zum eigentlichen Thema: Es wurden tatsächlich Rennen gefahren.

Als ich ankam und hörte, das bei uns ein Fahrer fehlt dachte ich schon: Das wird wieder eng. Als ich dann feststellte, das Airbus 1 nur mit zwei Fahrern aufläuft fing ich dann an zu rechnen, und als dann die ersten „Bläulinge“ von BVI auftauchten und auch mangelnde Beteiligung wg. Urlaub und Krankheit meldeten entspannten sich meine Gesichtszüge deutlich.

Am Ende traten sieben Fahrer zur Quali an. Machte das Ganze recht übersichtlich. Am Ende der Quali dachte ich erst, es wäre ein Wunder geschehen Weil ich dachte Carsten hätte die Pole. Leider war Thomas Schmitz noch vor ihm, der hatte sich in seinem Kart nur so klein gemacht, das er hinter den Reifenstapeln nicht mehr zu sehen war. Aber auch Platz zwei… alle Achtung.

Auf Platz drei startete der Dreyer, gefolgt vom Mini-Glaue. Dahinter ich, dann Tony und Karsten.

Anfangs war es eine ganz enge Geschichte, ich musste mit dem Fuß auf der Bremse durch die Kurven fahren um den Schergen nicht wegzuschießen. Nachdem die Jungs sich vorn ein wenig sortiert hatten wurden sie aber nach und nach schneller. Schmitz und Carsten zogen weit vorn ihre Kreise, und wenn man Claudia glauben darf hätte Carsten jede Menge gute Chancen gehabt, vorbeizuziehen – schneller war er auf jeden Fall. Für Carsten sah aber kein Loch groß genug aus, und er war froh, dass er Thomas so unter Druck setzen konnte.

Thomas Dreyer konnte mit den beiden nicht mithalten und hatte lange damit zu tun den Schergen loszuwerden. Bis weit über die Hälfte des Rennens sah es so aus, als ob Jan schneller war, dann tat sich langsam eine Lücke auf. Da hat der Kleine wohl geschwächelt.

Ich hab schon früher geschwächelt und konnte mit den Rasern nicht mithalten. Anfangs hatte ich auch noch gut Druck von hinten. Tony ist schon in der Quali fast identische Zeiten gefahren, und hing jetzt im Rennen auch direkt in meinem Getriebe. Und plötzlich war er weg.

Ein, zweimal verbremst, das war‘s gewesen.

Karsten konnte heute nicht ganz mithalten, kratzte aber schon fast an der 25. Also auch nicht ganz verkehrt.

Am Ende gab es dann trotz der engen Fights kein einziges Überholmanöver und alle konnten ihre Startplätze halten.

Im zweiten Stint war es da mit zwölf Leutchen auf der Strecke schon ein wenig lebendiger. Wie erwartet war Airbus mit Patrick Grunau und Dirk Vester vorn, dann drängelte sich aber schon Daniel in die Phalanx.

Dahinter Dirk Oelecker und dann der Rest der Generali-Truppe. Der Spiske hat mich mit seinem achten Startplatz schon ein wenig enttäuscht. Dahinter drängelten sich die Blauen von BVI.

Vorn war es im Rennen zwar eng, ich glaube aber, die hatten sich abgesprochen, den Dirk sah so aus, als ob er noch deutlich schneller hätte fahren können. Auch Daniel war nicht wirklich langsam unterwegs – kurz vor Schluss knackte er noch Carstens Tagesbestzeit um 0,01 Sekunde und war damit der zweite der eine 24 auf den Asphalt zog – hatte aber zwischendurch zu viel im Kampf mit Oelecker zu tun und konnte daher den Anschluss nicht ganz halten.

Hinter Dirk war es aber auch lange eng: Frank Corts und Detlef drückten. Irgendwann war da aber schlagartig eine Lücke. Ich hab leider nicht gesehen, ob die bei einem Überholversuch hängen geblieben sind, oder ob Detlef sich an Frank vorbei gekämpft hat und sie dabei so viel Zeit verloren haben, aber plötzlich waren da drei, vier Meter Platz, und danach wurde der Abstand immer größer.

Der „zweite“ Fank und Patrick fuhren dahinter recht entspannt ihre Runden, da sah es weder nach vorn, noch nach hinten nach Gefahr aus.

Die blaue Abteilung war da schon eine andere Geschichte. Hier ging es lange hoch her. Fahren Stoßstange an Stoßstange, Überholversuche in jeder zweiten Kurve, teilweise mit drei Karts gleichzeitig. Und das ohne Crash. Respekt!

Erst nach einem Drittel der Distanz dröselten die sich auseinander, und dann wurden die Abstände auch schnell größer. Wenn ich mir die Zeiten anschaue haben da wohl ein paar Leute die Quali verschlafen und erst im Rennen gemerkt, wo Steffen (Ja, der ist noch da) das Gaspedal angebaut hat. Und dann muss man sich halt an den langsameren Leuten vorbeikämpfen. Patrick hat hier Glück gehabt, Christian hinter ihm war ein gutes Stück schneller, aber bis er sich durch seine Team-Kollegen durchgekämpft hatte war der Abstand schon so groß, dass er noch nicht einmal mehr anklopfen konnte.

Insgesamt wieder zwei spannende und faire Rennen. Mehr davon!

In diesem Sinne

Good Night. Good Fight