Fairness

Aus gegebenem Anlass möchte ich dieses Thema noch einmal aufgreifen.

Ich hatte vor ein, zwei Wochen schon einmal ein paar Worte zum Thema „warum sollte ich im Kart hin und wieder auch mal das linke Pedal benutzen“ geschrieben, nachdem Fahrer die Bande als Steilkurve mißbraucht hatten und von anderen Leuten Teile eines Motors mittels der Bande über den Asphalt verteilt wurden.

Da es hier – wie schon geschrieben – nicht nur um unsere persönliche Sicherheit und die Kosten die ggf. der Kartbahn anfallen geht, sondern auch um die Frage, ob wir weiterhin unsere Rennen fahren können (Wenn zu viel geschrotet wird besteht immer die Gefahr, dass ein Bahnbetreiber sagt: „Die fahren hier nicht mehr!“)  sollten wir hier auch in Zukunft weiter ein wenig Rücksicht an den Tag legen.

Wichtig finde ich aber auch das generelle sportliche Miteinander, also nicht nur das Verhalten auf der Strecke, sondern auch ausserhalb.

Das soll nicht bedeuten, dass nur noch Streicheleinheiten verteilt werden, und man muss auch nicht jeden gern haben. Wenn mich im Rennen jemand ins Nirwana geschoben hat werd ich ihm sicher auch ein paar Takte dazu sagen, und es könnte auch lauter werden.

Ich kenne es aber auch von den meisten Fahrern, dass die sich direkt nach dem Rennen für versehentliche Rempler entschuldigen. Genau so wünsch ich mir das! 

Zur Fairness gehört es aber nach meinem dafürhalten auch, dass man seinen Ärger über einen nicht optimal verlaufenen Renntag runterschlucken kann. Man darf sich ruhig darüber ärgern und ggf. auch Meckern – jeder der mich kennt weiß, dass ich mir dann auch Luft mache – aber der Handschlag nach dem Rennen sollte immer möglich sein.

Wenn es um einen Fahrer geht, der auf der Strecke wie eine offene Hose unterwegs war, mich weggerammt hat und das dann nur mit einem Lächeln quittiert… OK, da sollte man ggf. den Handschlag etwas höher ansetzen.

Aber nur aus Frust über eine schlechtere Platzierung weil das Renngerät nicht entsprechend mitgemacht hat… das geht gar nicht.

Ich weiß, dass das Reglement da nicht direkt etwas vorsieht, in anderen Sportarten kann solch ein Verhalten, neben einem bitteren Beigeschmack, ggf. auch Folgen haben und ich hoffe, dass wir soetwas in Zukunft nicht mehr erleben müssen.

Sprint-Cup 02.04.2014

War ich nicht erst letzte Woche hier???

Aber was macht man nicht alles für euch 😉

Da Fischi immer noch defekt ist und Benni Bärenstark scheinbar nicht erreichbar ist durfte ich gestern nur um Aufsicht zu führen wieder nach Norderstedt reisen. Und damit ich rechtzeitig da sein konnte durfte ich meine Schichten so hin- und hertauschen dass ich am Freitag die Spätschicht bis 20:00 Uhr arbeiten darf. Großartig!!

Zu den Rennen…

Im ersten Stint waren wir tatsächlich mal wieder mit voller Stückzahl unterwegs – in diesem Jahr bisher eine Seltenheit – obwohl es anfangs anders aussah.

Die Rote Gefahr war schon fast komplett anwesend , nur Nando das Geburtstagskind fehlte noch und auch die Adams-Family ist angerückt, nur von unseren Flugzeugschraubern war weit und breit nichts zu sehen.

Sorgte für ein paar Hoffnungsfrohe Gesichter.

Dann kamen die Jungs aber doch angetrödelt. Nur Olli Seeling hing noch irgendwo auf der Autobahn. Nach Absprache mit den anderen Teams haben wir daher den Start ein paar Minuten nach hinten verschoben – Zeit die Steffen nutzte um bei ein paar Karts das Standgas nachzuregulieren.

Immer noch kein Oliver.

Rolf war schon am überlegen, ob er Zeit schinden kann, indem er den Gewichtsausgleich mit 10 Gramm Gewichten am Anzug durchführt, als er hereingesprintet kam und sozusagen im Laufen aus der Hose in seine Kombi sprang.

Im Rennen war er dann nicht ganz so schnell 😉

Thomas Schmitz fuhr vorn wie von einem anderen Stern, schon nach wenigen Metern hatte er einen deutlichen Vorsprung vor seinem Namensvetter herausgefahren, und der Dreyer war auch nicht grade mit Standgas unterwegs. Beide fuhren vorn – jeder für sich – ein einsames Rennen und sahen die anderen Fahrer nur beim Überrunden. Meister Schmitz gab weiter Gas, und schaffte es tatsählich den Bahnrekord von 24,68 mit eines entspannten 24,61 zu pulverisieren.

Seine Reaktion darauf: „Aha“ (zwischen zwei Schlucken aus der Hopfenkaltschale)

Olli konnte zwar den dritten Platz für Airbus sichern, aber:

Die erste Rennhälfte wurde er durchgehend von einem extrem schnell fahrenden Dennis über die Bahn geschoben. Auch Rolf dahinter hatte keine Chance da einzugreifen. Erst als bei Dennis gegen Ende des Rennens Kraft und Konzentration nachliessen bekam er mehr Druck von hinten und verlor vorn den Anschluss. Da macht sich dann doch die Erfahrung bemerkbar.

Dahinter war eigentlich alles recht entspannt, nur ganz hinten war noch etwas Bewegung. Nando hatte – wohl noch im Feiertrubel – die Quali komplett verschnarcht und eierte hinter Andy her. Als es dann so aussah, als ob, verhunzte er eine Überrundung und durfte sich erst wieder herankämpfen. Erst gegen Ende des Rennens konnte er sich tatsächlich an Andy vorbeikämpfen.

Insgesamt – soweit ich das gesehen habe – ein faires Rennen, auch wenn es ein oder zweimal bei Überrundungen eine Verzögerung gab weil jemand die blaue Flagge im Zweikampf nicht gesehen hat.


Das zweite Rennen war dann schon wesentlich übersichtlicher. BVI und Airbus traten mit 3 Fahrern an (Patrick hat es einfach verpennt. Solte er mal beim NOP machen), Holborn schaffte es diesmal zumindest zwei Mann auf die Bahn zu bringen, der Rest war im Urlaub oder beim Zahnarzt. Schade, da wäre was möglich gewesen.

Aber immerhin haben sie es diesmal geschafft und sind nicht im Stau hängen geblieben.

Im Rennen gab es dann wenig Überraschungen. Airbus vorneweg, und der Rest hinterher.

Der Rennverlauf war ähnlich wie beim zweiten rennen letzte Woche: Jeder hatte nach vorn und hinten ausreichend Sicherheitsabstand, nur beim Überrunden kam man sich näher.

Unruhe kam nur am Ende auf. Die Bahnleitung zückte die Karierte und fängt an zu wedeln und stellt dann mit einem Seitenblick fest, dass die Uhr erst bei 24 Minuten steht waren 24:59:96…) und zieht die Flagge wieder weg. die ersten Fahrer wollten daher schon ihre Karts in die Garage fahren während die Letzten die Flagge nicht gesehen hatten und noch Feuer gaben.

Am Ende passte aber Alles zusammen. Dirk konnte entspannt vor Patrick und Burkhard ins Ziel rollen. Dirk Neumann konnte für Holborn den 4. Platz sichern. Leider konnten sie dieses Ergebnis mangels Personal nicht in einen zweiten Platz in der Teamwertung umwandeln.

Es folgten Pedro und Matthias vor Andre und Andy.