26.03.2014- – Bericht

Ich glaub, das hatten wir auch noch nicht, dass der Bericht vor den Ergebnis-Listen rauskommt…

… aber da die mir vorliegenden Listen noch unvollständig sind…

… mache ich halt erst einmal das, was ich kann 😉

 

Im ersten Stint hieß es O2 zwei und drei gegen unsere neuen Mitstreiter vom TÜV Nord. Hört sich nach einer interessanten Paarung an, und das war es auch. Da war recht viel Bewegung im Spiel.

Vorn für Oliver war es wohl recht entspannt. Er fuhr einen souveränen Start-Ziel-Sieg heraus. Dahinter ging es dann aber zur Sache.Carsten hatte am Start seinen Kleinen vor sich, eine Sache, die so gar nicht geht, und Dennis hinter sich. Dann kam zweimal TÜV, wieder einer von der Adams-Family, noch ein Blauer und dann Philipp.

Ich hab leider nicht mitbekommen, was mit Jan los war, aber er wurde recht schnell vom 2.. auf den 5. Platz durchgereicht, während Patrick auch recht schnell Plätze gut machen konnte. Carsten sagte mir nach dem Rennen, er habe sich fast durchgehend gegen den dieses Mal deutlich schnelleren Dennis verteidigen müssen und sei nur mit Glück und Gottvertrauen auf dem 2. Platz geblieben. Die Rundenzeiten geben das zwar nicht her, aber ich vermute, dass Dennis von dem Kampflinie fahrenden Carsten ausgebremst wurde.

Unsere Neulinge vom TÜV machten ihre Sache auch nicht schlecht, müssen sich wohl aber noch ein wenig an die Bahn gewöhnen. Hakelig wurde es, als der Rabe auf ein Dreierpaket Blaue auffuhr und zum Überholen ansetzte (er hatte mit Platz 9. in er Quali irgendwie in den linken Eimer gegriffen). Er war an einem Teil der Gruppe schon vorbei als es plötzlich laut rumste und er in der Bande hing. Ich konnte die Sache zwar sehen, kann aber nicht beurteilen, ob ihn da jemand abgeschossen hat, oder ob da nur eine Fehleinschätzung der Bahnbreite vorlag. Die Jungs fahren halt sonst in Bispingen, und da ist ja ein wenig mehr Platz…

Philipp schlug auf jeden Fall so heftig ein, dass er erst als Letzter wieder auf die Strecke kam. Das er sich trotzdem noch auf Platz 7. vorkämpfen konnte – Alle Achtung!

Dahinter ging es dann eher entspannt zu, und ich hab mich auch nach der Hälfte des Rennens von der Strecke verzogen. Anfangs hatte ich noch gehofft, dass da vor mir noch ein Unfall passiert, den ich ausnutzen kann, nachdem die Karts vor mir dann aber soviel Vorsprung herausgefahren hatten, dass ich sie selbst auf der Gegengraden grade noch so eben sehen konnte sagte ich mir: „Null Punkte kannst du auch draußen kriegen.“

Anfangs konnte ich in den Kurven noch wieder ranfahren, nur um dann auf den Graden gleich wieder 3 – 4 Meter zu verlieren (Trotz Vollgas auf der Strecke vom Geschlängel bis zur Kurve im Infield…), hab ich mal eine Kurve nicht perfekt erwischt, war auch dieser Vorteil weg.

Die Zeiten sprechen auch Bände: 25,96 in der Quali, 25,80 im Rennen. Diese Zeiten bin ich am Wochenende beim NOP mit einem schlechteren Kart UND Zusatzgewichten (aufwiegen auf 119,5kg) gefahren, mit einem guten Kart lag ich bei 25,76.

Am Ende konnte sich dann O2 Three deutlich vor O2 Two durchsetzen. Die Bläulinge vom TÜV Nord müssen sich aber trotz des 3 Platzes auch nicht verstecken. Sie sind sehr gut mitgefahren und haben mit ihren Zeiten schon mal eine erste Duftmarke gesetzt. Ich denke, da ist in den nächsten Rennen noch eine Steigerung drin.

Kommen wir zum zweiten Stint.

Hier glänzte leider das komplette Team von Holborn durch Abwesenheit, so dass die alten Socken von Generali und Nestle das Thema unter sich ausdiskutieren durften.

Denise meinten hier schon mal in der Quali ihre ersten Argumente auspacken zu müssen und knallten 24-iger Zeiten in die Spur.Der Rest der Gemeinde zeigte sich aber wenig beeindruckt und zog mit fast durchgehend niedrigen 25-igern nach. Sah nach einer spannenden Geschichte aus.

Und das wars dann auch: es sah danach aus. Im Rennen hatte ich weitgehend das Gefühl, die hätten einen Nichtangriffs-Pakt abgeschlossen. Ich hab sogar die Bahnleitung gefragt, ob man das rennen wegen Langweiligkeit abbrechen und neu starten kann.

Die meisten Fahrer haben nach vorn und hinten einen „Sicherheitsabstand“ eingerichtet und drehten einsam ihre Kreise. Nur bei Überrundungen gab es kurz Besuch.

Es gab nur wenige Gruppen die wirklich zusammengefahren sind. Thomas hatte Daniel mit seinem weidwunden Kart – hatte teilweise Aussetzer – vor sich, aber keine Meinung da noch groß aktiv zu werden, da seine Punkte eh nicht fürs Team zählen würden. Da passierte also nix.

Bei Marcus und Jens sah das ein wenig anders aus. Marcus konnte anfangs nur wegen seinem Können an Jens dranbleiben, den der hatte eigentlich die bessere Maschine unter dem Hintern (wer Marcus zwei Zehntel in der Bestzeit abnehmen kann hat definitiv gutes Gerät). Dann konnte er sogar einen Fahrfehler von Jens ausnutzen und an ihm vorbeiziehen.

Erst dachte ich, das wäre es jetzt gewesen, der zieht weg.

Aber denkste Puppe. Jens war mit dieser Situation gar nicht zufrieden und scheuchte Marcus um die Kurven und wäre auch das eine oder andere Mal fast vorbeigekommen. Marcus konnte seinen Platz aber hart aber fair verteidigen. Klasse gemacht.

Hier setzte sich alo Nestle gegen Generali durch.

Ist sonst zu diesem Rennen noch was zu sagen? Oh, ja:

Denise hat mit 24,69 mal ganz entspannt den Bahnrekord für die Rennkarts pulverisiert! Glückwunsch Mädel.

Und es düfte das letzte Rennen von uns mit dieser Bahnleitung gewesen sein, da sowohl Steffen, als auch der Dicke mit seiner Sparfrisur zum Monatsende aufhören.

Ich wünsche beiden viel Erfolg, wo immer der Wind sie auch hin trägt und möchte Ihnen – wohl im Namen aller – für ihre gute Arbeit in den letzten Jahren danken. Vielleicht sieht man sich ja irgendwo mal wieder.

Für uns hoffe ich, dass das keine negativen Auswirkungen auf die Qualität der Karts hat. Ich hab mich zwar hin und wieder mit dem Dicken angelegt, weil ich mit seinen Entscheidungen nicht immer zufrieden war, aber die Jungs haben auf jeden Fall dafür gesorgt, dass die Bahn und die Karts in Schuss gehalten wurden. Das hatten wir auch schon mal ganz anders. Ich entsinne mich noch an Zeiten, wo ich für den zweiten Stint kein funktionierendes Kart hatte und man mir erst eine kurzfristig zusammenbauen musste, weil im ersten zwei oder drei Karts ausgefallen sind. Bin mal gespannt, wer da jetzt die Zügel in die Hand nimmt.

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