4. Sprint-Cup Saison 2009

Die Mannschaft Airbus-3 hat sich als Hamburger Betriebssportmeister durchgesetzt

Ganz knapp geschlagen geben musste sich die SG Stern

Das Podium wird komplettiert durch Airbus-2 auf dem 3. Gesamtrang

Die weiteren Platzierungen nach den Finalrennen vom 27.10.2009

  • 4. Platz: Airbus-1
  • 5. Platz: Generali (ehem. Vofü)
  • 6. Platz: ENTITEC AG
  • 7. Platz: Alice-1
  • 8. Platz: Nestlé
  • 9. Platz: Alice-2
  • 10. Platz: Hamburg-Airport

Airbus-3 ist Hamburger Betriebssportmeister

Team Airbus-3 holt sich die Krone

 

Am vergangenen Dienstag, dem 27. Oktober 2009 wurden auf der Kart-o-Mania-Bahn in Bönningstedt die Finalrennen des diesjährigen BSV-Sprint-Cups ausgetragen und damit die offiziellen Kart-Betriebssportmeisterschaften der Hansestadt entschieden. Der BSV Sprint-Cup ist eine Mannschaftsmeisterschaft für Betriebssportgruppen im Bereich des Kartsports. Und davon gibt es in und um Hamburg bereits eine große Gemeinde. Wo allein in Hamburg 3 Indoor-Kartbahnen ihr Auskommen haben, muss es definitiv eine große Anhängerschar dieser reinrassigen Motorsportform geben. Seit wenigstens 12 Jahren wird hier Kartsport betrieben, zunächst noch recht unorganisiert. Aber im Laufe der Jahre haben sich die verschiedenen Gruppen dann mehr und mehr organisiert, zuerst mit Hilfe der Bahnbetreiber, die hier dem Ruf nach Vergleichswettkämpfen nachkamen und sowohl Rennen mit Einzelwertungen für die jeweiligen Fahrer auflegten, als auch Team-Rennen organisierten, die in der Regel aufgrund der leichteren Organisation als Langstrecken-Rennen ausfielen. Das Manko dieser Austragungsart, bei der festgeschriebene Fahrerwechsel bei allen Teams durchgeführt werden, ist dass von jedem Team immer nur einer zur Zeit fährt.

Rückblick:

Im Jahr 2005 wurde dann erstmals unter einer kleinen Gruppe von Betriebssportlern der Gedanke einer Austragungsform aufgegriffen, bei der mehrere Teammitglieder gleichzeitig miteinander und gegen andere Teams kämpfen. Diese Form erfordert zwar einen höheren Organisationsaufwand, hat aber nicht das oben beschriebene Manko. Außerdem lassen sich damit auch kürzere Rennen bestreiten. Ein weiterer feiner Unterschied ist die selektive Bewertung des Teams. Getrieben von der Idee, in einem Team auch immer neue Kollegen begeistern zu können, wurde die Wertung so ausgetüftelt, dass zwar immer 4 Fahrer eines Teams zusammen fahren, jedoch nur die 3 Bestplatzierten des Teams zur Wertung kommen. So kann man einen Nachwuchsfahrer bzw. eine Nachwuchsfahrerin mit dem Team an die Konkurrenz heranführen, ohne ihn/sie gleich unter den Druck des Punktens zu setzen. Als optimale Größe für ein Teilnehmerfeld in den üblichen Indoor-Kartbahnen wurde ein Dutzend bestimmt, und so musste man eine Durchführung ersinnen, in der 3 Teams i 4 Teilnehmer gegeneinander antreten. Dies läßt sich am ehesten in einer Art Turniermodus machen, bei dem die Rennzusammensetzungen so ausfallen, dass sich möglichst alle Teams wenigstens einmal auf der Stecke messen. Im Oktober 2005 wurde dann versucht, ein solches Turnier einmal durchzuführen, um zu sehen, ob es Spass macht und vor allem, ob es machbar ist. Für dieses Probeturnier begeisterten sich gleich 12 Mannschaften. Das war auf der einen Seite zwar sehr positiv, zeigte es doch das Interesse an diesem Sprint-Rennen-Modus, auf der anderen Seite war es aber auch schon die Grenze der Organisation, weil dieses Mini-Turnier an einem einzigen Abend stattfinden sollte. Es ging jedenfalls hoch her und es wurden am Ende nicht alle Teams damit glücklich, aber der Grundstein war gelegt für den Sprint-Cup, den wir seit 2006 in einem ausgedehnteren Rahmen, nämlich als Jahres-Meisterschaft im Turniermodus durchführen.

Sprint-Cup 2009:

Der jetzt abgeschlossene BSV Sprint-Cup 2009 war bereits die vierte Auflage dieses Konzeptes und es kommen jedes Jahr neue Teams hinzu. Da es die turnierartige Durchführung erfordert, dass von Anfang bis Ende alle Mannschaften bei der Stange bleiben, wird jeweils im Vorwege eine ordentliche Ausschreibung verfasst und die BSGen können dann daraufhin eine sogenannte Blocknennung für ihre Teams abgeben. Damit wird dann die Nenngebühr fällig, die an den BSV als buchführendes Organ bezahlt wird und mit der alle Kosten für die Teilnahme an dieser Rennserie abgedeckt sind. Im Grunde ist es nicht mehr, als ein Vorauszahlen der Kartbahn-Mieten. Damit erhält dann der BSV die (insbesondere finanzielle) Sicherheit, um die Kartbahnen mit den erforderlichen Rennkarts zu mieten. Auch die Ausschreibungen sind auf der o.g. Internetseite zum Download zu finden. Im 2009-er Sprint-Cup traten insgesamt 10 Teams an. An 10 festgelegten Renntagen wurden insgesamt 20 Rennen durchgeführt, wobei jedes einzelne Team genau bei 6 dieser Rennen zum Einsatz kam.

Die dabei gesammelten Team-Punkte führten die Teams in ein Ranking, nach dem sie dann zum alles entscheidenden Finaltag in eines der Finalrennen gesetzt wurden. Das sogenannte D-Finale bot den 3 letztplatzierten Mannschaften die Möglichkeit, um den 8., 9. und letztendlich die Rote Laterne zu fahren. Im C-Finale waren die Mannschaften gesetzt, die nach dem o.g. Ranking die Plätze 5, 6 und 7 innehatten. Der besondere Anreiz dieses Rennens war, dass der Sieger noch in das B-Finale aufsteigen konnte, in dem nur 2 weitere Teams fest gesetzt waren, nämlich die mit dem Ranking-Plätzen 3 und 4. Auch für das A-Finale waren nur 2 Mannschaften gesetzt, nämlich die beiden Bestplatzierten der Hauptrunde, also mit dem Ranking 1 und 2. Diese sollten am Ende des Abends dann noch den Sieger des B-Finales hinzugesellt bekommen und mit ihm um die ersten 3 Gesamt-Plätze kämpfen.

Und so liefen die Finals 2009:

Das D-Finale in diesem Jahr bestand aus den Mannschaften von Nestlé, dem Hamburg-Airport und der 2. Mannschaft der Firma Alice. Da das Flughafen-Team an diesem Abend auf ihren stärksten Mann verzichten mussten, konnten die Mannen um Teamchef Andreas Proy nicht um den Sieg in diesem Rennen mitreden. Auch das Team von Nestlé hatte an diesem Abend Personalsorgen, denn auch einer ihrer Stärksten konnte nicht teilnehmen, weil er an einer Traum-Hochzeit teilnehmen musste, und das auch noch als Bräutigam 😉 Das 2. Team vom Telefonanbieter Alice hat sich im Laufe dieses Jahres immer mehr gesteigert und verlangte dem erfahrenen Nestlé-Team um Thomas Weinhöbel alles ab. Das Ergebnis war dann auch hauchdünn, und zwar 26 Punkte je für Nestlé und für Alice-2! Das entscheidende Zünglein an der Waage war damit die bessere Einzelplatzierung, wo Siggi Pildner mit dem Rennsieg knapp vor Chi-Heng Yung von Alice-2 lag und damit den 8. Gesamtrang für sein Nestlé-Team holte.

Das C-Finale wurde bestritten vom Team der Generali (früher Volksfürsorge), den Unternehmensberatern der Entitec AG und der 1. Mannschaft von Alice. Hier gelang es dem Team-Leader von Entitec, Holger Schemion, im Qualifying die Pole-Position knapp vor Detlef Quade von Generali herauszufahren. Die beiden konnten diese Reihenfolge auch bis zum Ende durchhalten, trotzdem gewann das Team von Generali knapp aufgrund der besseren Platzierungen der übrigen Teammitglieder. Die drei besten Generalis, die in die Teamwertung einflossen, landeten auf den Plätzen 2, 3 und 5 und brachten so ein Punktekonto von 25 zusammen, womit sie Entitec um 3 Punkte schlugen. Das Team Alice-1, angeführt von ihrem Kapitän Mirco Fischer konnte sich nur 14 Punkte ergattern, womit sie über den 7. Gesamtrang nicht hinauskamen. Entitec belegt so in 2009 den 6. Platz, während für Generali der Abend noch nicht gegessen war. Mit ihrem Sieg sollten sie schließlich noch im B-Finale ein Wörtchen mitreden.

Pünktlich um 19:15 Uhr startete das B-Finale, in dem neben dem aufgerückten Generali-Team zwei Teams aus der großen Airbus-SG gesetzt waren. Die Hackordnung bei Airbus-1 und Airbus-2 war eigentlich schon klar definiert, nämlich Airbus-2 vor Airbus-1. Allerdings hatte Airbus-1 mit Dirk Vester einen sehr stark aufgeigenden Frontmann aufgeboten, der sich lediglich der Renn-Amazone von Airbus-2, nämlich Claudia Aßhoff, geschlagen geben musste. Claudia gewann das B-Finale und da auch die Plätze 3 und 4 für Airbus-2 gewertet wurden, zog erwartungsgemäß auch diese Mannschaft mit 29 erkämpften Punkten das letzte Ticket ins A-Finale. Das unterlegene Team Airbus-1 belegte damit den 4. Platz im Gesamtklassement und wurde am Ende fast noch vom Team Generali eingeholt, die lediglich mit 14 gegenüber 16 Punkten unterlagen.

Das A-Finale:

 

Der Höhepunkt des Abends, das A-Finale um den Gesamtsieg 2009, begann um 20:00 Uhr. Mit dem Team von SG Stern, der Betriebssport-Abteilung des Daimler-Konzerns, sollte eigentlich ein weiterer Titel unter Dach und Fach gebracht werden. Dominiert wird dieses Team von ihren beiden stärksten Fahrern, Oliver Seeling und Christoph Lassen. Aber auch das stärkste der Airbus-Teams, nämlich Airbus-3, weiß, wo Bartel den Most holt. Vertreten durch ihre Stärksten, Thomas Schmitz und Thomas Dreyer, sollten sie den Silbernen durchaus Paroli bieten können. Das aus dem B-Finale aufgerückte Team Airbus-2 sollte zwar nominell beiden gesetzten Teams unterlegen sein, aber auch hier zeigte sich wieder die schnellste Kartfahrerin Hamburgs von ihrer besten Seite und sortierte sich zunächst auf dem 6. Platz ein. Und noch 2 Plätze weiter vorn drohte ein weiteres Airbus-2-Mitglied, nämlich der junge Benjamin Peithmann, den großen Brüdern von Airbus-3 entscheidende Punkte wegzunehmen.

Da allerdings neben den beiden erwarteten ersten Plätzen durch Oliver und Christoph die weiteren SG-Stern-Mannen schwächelten und nur die Plätze 11 und 12 belegten, witterte denn auch der Teamkoordinator der Airbus-Teams, Ralf Kühnert, Morgenluft und rechnete scharf nach: Wenn Airbus-3 die Plätze 3, 4 und 5 belegen würden und die Platzierungen der SG-Stern so blieben, hätte man mit Airbus-3 genau einen Punkt mehr als die auf dem Ergebnis-Zettel. So lief er aufgeregt am Streckerand hin und her und gab mittels Tafeln Anweisungen an seine Teams, wonach dann der hinter den schnellen Airbus-2-Teammates fahrende Thomas Dreyer für Airbus-3 nach vorn durchgereicht wurde. Hier zeigte sich, es auch Vorteile haben kann, wenn man im entscheidenden Moment 2 der 3 Teams in einem Rennen stellt. Auf der anderen Seite stellte es aber klar, dass die Team-Wertung hier wirklich eine Team-Wertung ist: wenn nur 2 von 4 Leuten alles überflügeln, so kann es auch mal nicht reichen, um das Rennen gewinnen. Von diesem Standpunkt aus fassten dann die knapp geschlagenen SG-Stern-Mannen die Niederlage sportlich auf und wollen im nächsten Jahr erneut angreifen. In diesem Jahr haben sie dafür auch bereits eine Reihe anderer Serien für sich entscheiden können.

Siegerehrung:

Im Anschluss an die Finals wurde dann zünftig zur Siegerehrung geschritten. Der große Airbus-Clan hatte eine 3-Liter-Magnum-Flasche mit leckerem Sekt spendiert, aus der alle Beteiligten ein Glas zum Anstoßen abbekamen. Außerdem bekam jedes Team, das eines der Finalrennen für sich entscheiden konnte, einen Siegersekt vom BSV-Organisationsteam. Die Pokale für die Mannschaftsleistungen wurden in diesem Jahr vom hauptamtlichen Verbands-Obmann Holger Todt überreicht, der sich in diesem Jahr erstmalig das Sprint-Cup-Finale live vor Ort ansah. Er und auch sein Frau, die ihn begleitete, zeigten sich begeistert von der Renn-Action und auch von dem sportlichen Miteinander in dieser Rennserie. Er selbst hatte auch schon einmal das Kartfahren ausprobiert, musste aber feststellen, dass sein Können nicht an die Protagonisten dieses Abends heranreicht. Davor hat der liebe Gott natürlich die regelmäßige Übung gesetzt. Aber auch die Helden dieser Serie sind klein angefangen. Und der bzw. die Eine oder Andere steht dabei auch noch nicht am Ende seines/ihres Potentials. Nachdem die Ehrenpreise, einschließlich Medaillien für alle gewerteten Teilnehmer des Jahres, vergeben worden sind, wurde noch gemeinsam in lustiger Stimmung miteinander das Erreichte gefeiert.

Ausblick:

Für das kommende Jahr stehen leichte personelle Veränderungen an, denn Holger Schemion, Obmann der BSV-Kartsparte und der Motor und Macher dieser Serie, will sich langsam aus diesem sehr zeitaufwändigen Geschäft zurückziehen und hat vor, mit Mirco Fischer vom Alice-Team einen Nachfolger aufzubauen, der dann möglichst ab der kommenden Saison den Sprint-Cup ausrichten soll. Dazu muss natürlich zunächst einmal das umfangreiche Druiden-Wissen weitergegeben werden. Der Reiz dieser Serie liegt nämlich nicht zuletzt an einer durchdachten Organisation mit ausgefeilten Ergebnisdiensten, die ohne ein ausgefeiltes Formelsystem in einer gehüteten Tabellen-Kalkulation nur schwer denkbar sind. Der erste Schritt dieses Gespanns wird zunächst die Ausarbeitung der Ausschreibung für das Jahr 2010 sein, welche bis Ende November fertig sein soll. Diese wird dann wieder an alle Interessierten via E-Mail versendet und kann auch auf der Internetpräsenz der Kart-Sparte heruntergeladen werden.

Und wenn alles gut geht, treffen sich die etablierten Teams und ggfs. neue Rookies im März 2010 zum neuen Kräftemessen. Bis dahin gibt es die gewohnte und verdiente Winterpause. Es lohnt sich aber, nicht in Winterschlaf zu verfallen, sondern hin und wieder im Internet Neues aus und um die Kart-Sparte des BSV zu erfahren. Teil der Präsenz ist auch ein Community-Forum, auf dem sich (fast) alle Teilnehmer mittlerweile tummeln. Vorbeischauen lohnt sich.

Wer noch nicht genug Informationen zum Kart-Betriebssport bekommen hat, kann sich jederzeit an das Organisations-Team wenden. Am einfachsten über E-Mail an die Adresse kontakt@kartliga-hamburg.de.

 

Macht mit 8-))

Probeturnier 2005

Sinn und Zweck

Zweck der ganze Veranstaltung war es, den in vielen Theoriestunden ausgetüftelten Austragungs-Modus einmal konkret und in der Praxis auszuprobieren. Es sollten zum einen für die Organisation wichtige Schwächen gefunden werden, zum anderen sollten die potentiellen Mitfahrer des nächsten Jahres einen Eindruck bekommen, wie der Modus abläuft.
Da die Praxis nicht für Lau zu haben ist und kein Kartbahnbetreiber sein Material und sonstiges Equipment gratis zur Verfügung stellt, wurde ein Miniatur-Turnier ausgeheckt, das den geplanten Turniermodus transparent macht und trotzdem an einem Abend abzufrühstcken war. Jedes mitmachende Team steuerte seinen Obolus dazu bei, auch wenn es eigentlich ein Versuchskaninchen war.
Im ersten Entwurf standen hier 8 Teams zu Wahl und es wurden 2 Stunden Bahnbenutzung anvisiert. Die Nachfrage war allerdings doch größer, so dass wir 2,5 Stunden mit 10 Teams planten. Kurz vor dem Termin stellte sich heraus, dass es sogar 12 Team probieren wollten. Diese Menge verlangte jetzt nach 3 Stunden, damit jeder auch einen ungefähren Eindruck bekommen konnte. Hierfür wurden jetzt die direkt vorher fahrenden SG-Stern-Mannen um 30 Minuten vorverlegt und eine unbekannte Gruppe, die eigentlich um 21:00 Uhr einen Halbstünder gebucht hatte, wurde auf 21:45 vertröstet. So hatten wir die 3 Stunden von 18:30 bis 21:30 Uhr zur Verfügung.

DV-technische Hilfen

Der Turniermodus verlangte danach, dass die Ergebnisse aus zuerst gefahrenen Rennen zur Ermittlung der Zusammenstellung späterer Rennen ausgewertet werden. Um hier in der absehbaren Hektik nicht den Plan zu verlieren, wurde ein Laptop mitgebracht, auf dem eine eigens dafür entwickelte Tabellenkalkulation lief, die die Auswertungen und Zusammenstellungen komfortabel auf Knopfdruck lieferte. Außerdem musste aber einemanuelle Schnittstelle zum Zeitnahmesystem der Kartbahn überwunden werden.
Da hier keine technische Verbindung möglich war, wurden also die Auswerte-Ergebnisse auf einen mobilen Tintendrucker ausgedruckt und die Ausdrucke an die Bahnhelfer gebracht, damit die weiteren Rennen aufgestellt und die Teilnehmer ins Zeitnahmesystem eingetragen werden konnten.

Der Teufel steckt im Detail

Wie so oft steckt der Teufel natürlich im Detail. Ich habe in den ganzen Makros und Referenzen einen Fehler eingebaut, der leider erst entdeckt wurde, als das erste Finalrennen bereits lief. Dieser Fehler hat aber bewirkt, daß die Zusammenstellung der Finalläufe falsch erfolgte. Wäre hier gleich alles richtig gelaufen, hätten die Finalläufe noch bis etwa 22:30 Uhr gebraucht. Die nach uns geplante Bahnbuchung wäre so 45 Minuten später als geplant angelaufen. Da wir mit einer Verzögerung von 20 Minuten angefangen hatten, hätten wir also zusätzlich zu der (vorausgesehenen) Pufferzeit von einer Viertelstunde noch weitere 25 Minuten länger gebraucht.
Durch den Fehler und den Stop des Rennbetriebs, um diesen Fehler zu finden und zu korrigieren, haben die Bahnbetreiber etwa um 22:10 Uhr die wartenden Nachfolger mit ihrer halben Stunde vorgezogen. Damit war den Leuten gedient und auch mir für die Fehlersuche ein wenig Zeit gegeben.
Aber dadurch ist die Gesamt-Aufenthaltszeit der Teams natürlich weiter in einen Bereich abgehoben, der nicht akzeptabel war. Die Jungs (und Mädels) von Airbus hatten noch eine gute Autostunde für die Heimfahrt vor sich und haben dann wegen der nahenden 6:00-Schicht am nächsten Morgen nicht mehr weiter abgewartet, sondern sind geschlossen gefahren. Auch die Haspa, die fälschlicherweise schon im D-Finale fuhr, obwohl sie eigentlich zu den Teams des C-Finals gehörten, strich die Segel. Leider haben sie auch dem ganzen Modus den Rücken gekehrt, weil sie sich sonst nicht in solcher Art Rennen messen und dem Kampf um Positionen nicht so recht was abgewinnen konnten. Auch war ihnen wohl die Gangart einiger Konkurrenten zu heftig, was ihnen den Spass verdarb. Schade!

Abschluss der Veranstaltung

Aus den verbliebenen 6 Teams haben wir dann noch 2 Finalläufe gestartet. Die Plätze der mittlerweile abgereisten Airbus-Teams haben wir durch Aufürcken der nächsten gefüllt. Der Endstand hatte dann zwar keinen echten Wert mehr, aber die Finals waren halt der krönende Abschluss. Unter den Umständen war die Freude der Sieger und Platzierten natürlich gedämpft. Der endgültige Sieger wurde erwartungsgemäß die SG-Stern. Das wäre auch passiert, wenn alles gleich geklappt hätte. Die Jungs waren (mindestens an dem Abend) das Maß der Dinge. Haben sich allerdings auch vorher eine Stundewarmgeschossen ;-))

Ausblick

Nachdem ich bzw. meine Firma zunächst mit einer zusätzlichen Rechnung über 340,- Euro geschockt wurden (für die zusätzliche Stunde Kartbahn-Benutzung), habe ich nochmal minutiös alle durchgeführten Rennen mit entsprechenden Zeiten, die ich zum Glück noch hatte, aufgelistet und mich mit dem Geschäftsführer und weiterem Personal der Bahn getroffen, um das zu klären. Es stellte sich heraus, dass die Fremdbuchung zwischendrin wohl nicht richtig mit betrachtet wurde. Nachdem die herausgerechnet war, hatten wir zwar immer noch ’ne halbe Stunde zu lange gebraucht. Hier ist uns aber die Kartbahn bzw. deren Leitung großzügig entgegen gekommen, sodass keine weiteren Kosten berechnet wurden. Es wurde aber von deren Seite kritisiert, dass die Art der Durchführung schlecht sei, wir sollten doch lieber die bekannten Formen wählen. Auch sei ihnen zu Ohren gekommen, bei der Tage später stattfindenden CTR-Veranstaltung in Rellingen sei über den Event ziemlich schwere Kritik geübt worden.
Hierzu möchte ich noch einmal betonen, daß die Veranstaltung als Probe-Runde gedacht und aktzeptiert war. Die Planung für das nächste Jahr sollte von den Erfahrungen profitieren, die Abwicklung ist aber sehr viel langfristiger ausgelegt. Und nicht zuletzt ist der entscheidende Fehler im Auswertungssystem gefunden und gefixt worden. Ich bin nach wie vor von der Sprint-Liga begeistert und verwende weiterhin ziemlich viel Zeit dafür. Wenn es etwas zu kritisieren oder zu klären gibt, sollte diese Adresse hier Anlaufstelle sein. Ich habe ein Forum eingerichtet, jeder kann sich dort registrieren und Dinge ansprechen, auf Themen anderer antworten und auch einfach so Kontakt zur Kart-BSG-Szene halten. Ich hoffe auf reges Mitmachen.
In diesem Bereich (History -> Probeturnier) habe ich versucht, das gelaufene Event vom 18.10.2005 nochmal aufzubereiten. So kann man über das obige Menue Auswertungen, Ergebnisse usw. zu den einzelnen Runden anwählen. Wo es passte, habe ich auch Hinweise darauf gegeben, was konkret ablief, wenn was schief lief. Und natürlich, was wir daraus gelernt haben und beim nächstenmal besser machen wollen.

In diesem Sinne hoffe ich, daß ihr noch bei mir seid und nicht allzuviele sich von der Generalprobe davon abschrecken lassen, bei der Idee der BSG-Kart-Sprintliga mitzumachen.

Gruß Holger